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Früherer MAN-Vorstand wegen Beihilfe zur Bestechung zu Bewährungsstrafe verurteilt

MÜNCHEN, 19.09.2012: 

Ein führerer MAN-Vorstand ist durch das Landgericht München I am 19.09.2012 wegen Beihilfe zur Bestechung zu einer Freihheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden, deren Vollstreckung für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem hat ihm das Landgericht auferlegt, einen Betrag von 100.000 Euro an verschiedene gemeinnützige Einrichtungen zu zahlen. Nach einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft und dem LG hatte der langjährige Leiter der MAN-Nutzfahrzeugsparte am 19.09.2012 ein Geständnis abgelegt: Er habe 2004/05 nicht genug getan, um Schmiergeldzahlungen für Aufträge in Slowenien zu unterbinden. Die Anklage wegen Beihilfe zu Bestechungen in Belgien ließ die Staatsanwaltschaft fallen.

Das Gericht betonte, dass das frühere Vorstandsmitglied kein Geld in die eigene Tasche gesteckt und außerdem viel getan habe, um Korruption bei MAN abzustellen – allerdings «nicht stringent genug». Der Angeklagte gab zu, «Beihilfe durch Unterlassen» geleistet und so Bestechungszahlungen von rund einer Million Euro in Slowenien nicht verhindert zu haben. Es tue ihm leid, und er entschuldige sich, erklärte er in einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung.

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