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OLG Düsseldorf: Adoptierte Kinder sind keine leiblichen ehelichen Kinder, wenn sich aus dem Erblasserwillen nicht etwas anderes ergibt

Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am 11.09.2014 (I-3 Wx 98/14), dass die Formulierung Erhalt „leiblicher ehelicher Kinder“ nicht für adoptierte Kinder gilt. Der Erblasser hatte in seiner letztwilligen Verfügung niedergelegt, dass einer seiner Söhne vom Vorerben zum Vollerben wird, wenn er ein leibliches eheliches Kind bekommt. Das Oberlandesgericht ging im Rahmen der Testamentsauslegung davon aus, dass adoptierte Kinder nicht hierzu zählen, führte jedoch weitergehend aus, dass es nach dem maßgeblichen Willen des Erblassers grundsätzlich auch denkbar ist, dass adoptierte Kinder hierunter fallen. Der Wille des Erblassers muss jedoch klar zum Ausdruck kommen und im Testament angedeutet sein.

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